Die sieben Hopp dä Bäsä Gründungs Mitglieder
Vorworte aus dem HdB Buch von Robi Odermatt und Roland Würsch
Es waren einmal ein Fasnächtler und eine Fasnächtlerin, die sich in der Narrenzeit zu tief in die Augen schauten, nach zwei Jahren anno 1958 heirateten und es trotz der jährlichen Fasnacht zu sieben Kinder brachten. Dieses Elternpaar spielte in der damals fast einzigen, ältesten und legendären Gugge Stans 1850 mit. Dem Nachwuchs wurde somit also die Fasnacht und die Liebe zur Musik bereits in die Wiege gelegt, schliesslich spielte der Vater ja auch seit jungen Jahren in einer Tanzmusik mit. Schon im Schulalter lernten alle Kinder ihr Lieblingsinstrument spielen, da gab es einen Trommler, einen Pianisten, eine Flötistin, einen Posaunisten, sogar einen Trompeter gab es und noch vieles anderes. Es kam, wie es kommen musste : So etwas wie eine Jugendmusik entstand! Das Fasnachtselternpaar entwuchs mit der Zeit dem gesellschaftlichen Stil der Guugge 1850, und bekam so mehr Zeit für die Familie und Musik. Ein Hang zur Klassik war aber in dieser Familie nie festzustellen, es wurde meistens forte geprobt! So ergab es sich eines Tages, als Guugge mit der ganzen Jungmanschaft an die Fasnacht zu gehen. Die sieben Kinder schlossen sich der Stanser Jungguugge Firlifanz an, die von den Kindern eine Bekannten Stanser Uhrmacher ins Leben gerufen worden war. Das Resultat war ermutigend, doch bereits nach drei Jahren wurde die Harmonie getrübt. Man war sich uneins über den Beginn der Fasnachtsvorbereitungen, da die andere Familie jeweils erst nach Neujahr damit beginnen wollte. Deshalb trennten sie sich nach der Fasnacht 1976 von den Firlifanz, und gründeten mit einigen Nachbarskindern eine eigene Gruppe. Es wurde ein Namenswettbewerb gestartet, bei dem die Mutter mit ihrem Vorschlag den Nagel auf den Kopf traf <Hopp dä Bäsä>. Nun war es so weit. Das Guuggen und Schminklokal war unsere Stube, geprobt und gebastelt wurde in unsrem Keller, einem grossen ehemaligen Chäskeller. Damit waren für die Jungen die Voraussetzungen gegeben, viele ihrer Ideen zu verwirklichen. Ich bin immer noch stolz, dass aus dieser zarten Pflanze ein so grosser Baum geworden ist.
Robi Odermatt, Bildhauer Stans
Wie eine Bombe schlägt die Nachricht ein : Die Guugge Hopp dä Bäsä ist nicht mehr. Für die Mitglieder, den Vorstand und speziell für mich als Präsidenten steckt dahinter eine aufreibende Auseinandersetzung mit unserer Vereinsgeschichte. Jetzt wo alles endgültig ist, sich die hohen Wellen dieser schweren Entscheidung glätten, läuft das Vergangene wie ein geistiger Film vor meinen Augen ab. Was 1972 aus der Initiative von ein paar Stanser Jugendlichen unter dem Namen Firlifanz seinen Lauf nahm, wurde 1976 gespalten, wobei sich die neue Gruppe Hopp de Bäsä nannte. In den folgenden Jahren wurde viel gearbeitet, geprobt, gebastelt, organisiert und gelacht. Jahr für Jahr überbieten sich Höhepunkt um Höhepunkt, und so haben die jährlich mit grossem Aufwand produzierten Sujets und die 14 vergangenen Grossanlässe wesentlich zur Gestaltung der Stanser Fasnacht beigetragen. Wir haben stets versucht, die bis zur Perfektion eingeübte Musik dem Publikum auf unsere eigene Art weiterzugeben. Die Tonträger Bäsä Explosion, Bäsä Art wie auch die letzte Cd Bäsä Projekt spiegeln deshalb auch unseren musikalischen Werdegang auf eindrückliche Weise wieder. Wien, Prag. Coburg, Nizza- immer wieder zog es uns auch ins Ausland, wo unsere spezielle Art auf grosse Begeisterung stiess. Jahr für Jahr setzten wir uns neue und auch höhere Ziele, die wir mit unermüdlichem Einsatz und Engagement zu erreichen versuchten. Nun sind wir an einem Punkt angelangt, wo diese erreicht sind. Getreu unserem Motto *Alles oder Nichts* ziehen wir einen Schlussstrich.
Roland Würsch Präsident Guugge Hopp de Bäsä